„Ich brauch frische Luft“ – Poetry Slam zum Thema Lebensveränderungen

von Anja Kraus, denk NEU. Würzburg

Link zum denk NEU Newsletter 2018 „Ich brauch frische Luft“

Nach diversen Coaching-  und Personalthemen, gibt es heute einmal einen etwas anderen Beitrag.  Meine Zeilen für einen möglichen ersten Poetry Slam: „Ich brauch frische Luft“, dessen Überschrift irgendwie zu meinem Jahresmotto 2018 wurde.

Viel Spaß beim Lesen

wünscht

Anja Kraus

Ich brauch frische Luft – Poetry Slam

Der Wincent* singt´s schon länger
und inspiriert damit die Menschenmenge:
„Ich brauch frische Luft“
-> Ich kann das gut nachvollziehn –
auch wenn ich’s nicht ausschließlich
auf ne verflossene Liebe bezieh.

Eingesperrt zwischen Papierbürobergen,
Machtspielen und klein-großen Ego-Zwergen,
erdrückende Betonbürogänge
erzeugen für mich ein Meer an Gedankenenge…

Mein täglicher Kampf zwischen Herzensdingen und Verstand,
obwohl ICH gern beides nutzen würde –
in meiner Welt ginge das auch Hand in Hand!

Ich spür mich nicht mehr,
seh vieles, was mir nicht gefällt,
dennoch entscheid ich mich jeden Tag neu,
alles wieder ähnlich zu machen
und erschaff´ mir genau DIESE Welt.

Im Heute nicht mehr glücklich –
ich spür, es ist Zeit zu gehn.
Ich brauch frische Luft und will
einfach mal was anderes sehn.
Viel erlebt und noch viel vor –
raus aus den Papierbergschluchten,
hinein in Kreativitätsoasen und Abenteuerbuchten. 
      

Doch noch ist alles gleich, wie soll es sich auch ändern, wenn ich mich immer rumtreib – im selben Bereich.
Vieles erschaffen – über Jahre hinweg –
mit Neugier, harter Arbeit, Disziplin und Spaß!
Einfach so, alles hinter mir lassen…
Ja, will ich DAS?

Analytisch ist mir vieles klar –
dank Bücher, Seminare, Coachings – vieles durchdacht.
Ja: WUNDERBAR!
Doch: Loszugehen. Ohne zu zögern. Entschlossen.
Nur für mich.
Nicht möglich. Fast so, als wäre es tödlich.

Zwei Schritte vor, drei zurück –
wer die Veränderung wagt – kennt das Spiel und den Gedanken, dass es einem wohl irgendwie fehlt „am Glück“.
Manchmal ist’s einfacher aufzugeben –
zurück ins Körbchen – Comfortzone lässt grüßen,
doch ist das dann MEIN Leben?

Wer sich auf den Weg macht und die Frage stellt:
„Wer bin ich und was ist mein Zweck hier auf dieser Welt?“
kommt zwangsläufig auf den Gedanken „manches anders zu machen“, vielleicht auch für weniger Geld.

Angst führt zum Scheitern. Furchtlosigkeit zum Erfolg. Entscheidend ist das, was ICH will am Ende und dafür muss ich halt einmal durch.

Ich will Veränderung, brauch frische Luft,
Bilder des Neuen vor Augen, freu mich dabei.
Endlich wieder atmen können –
Endlich wieder fühlen: Ich bin frei!

Einfach nur ICH sein, raus aus den Schubladen,
rein in eine Welt,
in der Individualität, Kreativität
und Wertschätzung was zählt.

Entscheiden – handeln – an mich glauben –
Alte Taue kappen, wieder mal ein Luftschloss bauen.
Sonnengeküsst mit Gedankenblitzen –
einfach Herz und Verstand wieder einmal vernetzen.

Im Heute nicht mehr glücklich –
ich spür, es ist Zeit zu gehn.
Ich brauch frische Luft und will
einfach mal was anderes sehn.
Viel erlebt und noch viel vor –
raus aus den Papierbergschluchten,
hinein in Kreativitätsoasen und Abenteuerbuchten. 
   

 * Wincent Weiss: „Ich brauch frische Luft“ – Album: Irgendwas gegen die Stille, 2017

co by Anja Kraus, 2018

 

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