„Meine Seele hat es eilig“ von Ricardo Gondim

In den letzten Tagen bekam ich via WhatsApp eine Nachricht mit der Überschrift: „Meine Seele hat es eilig*“ weitergeleitet. In den sozialen Netzwerken kursiert ja so einiges in Sachen Motivationssprüchen. Viel Neues ist da irgendwie nicht dabei. Diese Zeilen schafften es jedoch,  mich auf eine bestimmte Art und Weise zu berühren, weshalb ich diese heute auszugsweise an dieser Stelle mit Dir teilen möchte. Den ganzen Text findest Du unter folgendem Link.

Die Zeilen waren für mich eine kleine Erinnerung, dass das Leben endlich ist. Das vergessen wir Menschen gerne und leben so, als hätten wir noch unendlich viel Zeit. Keine besonders neue Erkenntnis.  Doch vielleicht geht es Dir ähnlich, wie mir und Du musst Dir genau das wieder einmal bewusst machen?

Auszug aus: „Meine Seele hat es eilig“:

„Ich habe meine Jahre gezählt und festgestellt, dass ich weniger Zeit habe, zu leben, als ich bisher gelebt habe. Ich fühle mich wie dieses Kind, das eine Schachtel Bonbons gewonnen hat: die ersten isst es mit Vergnügen, aber als es merkt, dass nur noch wenige übrig waren, begann es, sie wirklich zu genießen.“

So verschwenden wir immer wieder kostbare Lebensminuten.  Mit Dingen, die in diesem Text aufgegriffen werden:

„Ich habe keine Zeit für endlose Konferenzen, bei denen die Statuten, Regeln, Verfahren und internen Vorschriften besprochen werden, in dem Wissen, dass nichts erreicht wird.
…Ich will nicht in Besprechungen sein, in denen aufgeblasene Egos aufmarschieren. Ich vertrage keine Manipulierer und Opportunisten. Mich stören die Neider, die versuchen, Fähigere in Verruf zu bringen, um sich ihrer Positionen, Talente und Erfolge zu bemächtigen.“

Finde ich mich in solchen Situationen, erzeugt das bei mir in der Praxis schon durchaus rebellische Verhaltensweisen, da es mich ärgert, mir meine Lebensenergie dadurch stehlen zu lassen. Zumeist versuche ich gegenzusteuern oder etwas zu ändern, sofern ich es in der Hand habe. Das ist manchmal schlicht und ergreifend nicht der Fall. Dann bleibt schlussendlich nur, sich selbst  zu ändern und sich eine Umgebung zu suchen, in der Menschen mit ähnlichen Wertvorstellungen sind. Umgebungen, die Raum zur Gestaltung und eigenen Weiterentwicklung bieten.

In den Zeilen eines Blog-Artikels sind solche Aussagen schnell mal „eben so“ aufgeschrieben. In der Praxis bedeutet dies jedoch:

  • eine Portion Selbstehrlichkeit,
  • Konsequenz,
  • Kraftaufwand,
  • Ausdauer und
  • sich auch einmal unbeliebt machen.

Das ist zugegebenermassen nicht immer leicht, wie ich aus eigener Erfahrung nur zu gut weiß. Doch, wenn Du an die verbleibenden wenigen leckeren Bonbons in der Schachtel denkst…?! Vielleicht eine Überlegung wert, etwas zu ändern, oder?

Das Ziel:

„Ich möchte mit Menschen leben, die sehr menschlich sind. Menschen, die über ihre Fehler lachen können, die sich nichts auf ihre Erfolge einbilden. Die sich nicht vorzeitig berufen fühlen und die nicht vor ihrer Verantwortung fliehen. 

Ja, ich habe es eilig, ich habe es eilig, mit der Intensität zu leben, die nur die Reife geben kann.
Ich versuche, keine der Süßigkeiten, die mir noch bleiben, zu verschwenden. Ich bin mir sicher, dass sie köstlicher sein werden, als die, die ich bereits gegessen habe.“

Vielleicht sprechen Dich die Zeilen von Ricardo Gondim ebenfalls an und Du willst Deine Lebensminuten ab jetzt häufiger zum Genuss Deiner noch verbleibenden Bonbons verwenden?!

In der WhatsApp Nachricht befand sich übrigens noch der dezente Hinweis, dass die Nachricht an alle Freunde im Alter von 40 oder älter geschickt werden soll. Danke Oli, dass Du diese bereits vor Erreichen dieser Altersbeschränkung mit mir geteilt hast ;-)!

Ich  finde, man kann nicht früh genug damit anfangen, sich über diese Bonbons zu freuen! Deshalb leite diesen Artikel einfach an Menschen weiter,  die Dir beim Lesen dieser Zeilen in den Sinn kommen. Das sind dann schon die richtigen. Unabhängig vom Alter.

Viele Grüße aus einer warmen Sommernacht!

Anja Kraus

* die Version in diesem Blog-Artikel entspricht der WhatsApp-Version, die in 2018 durch die sozialen Netzwerke kursiert. Im Internet finden sich teilweise leicht abgewandelte Übersetzungen mit etwas anderen Passagen. 

 

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