Schmerz lass nach – Warum die Behandlung von Körper und Geist gleich wichtig ist

by Anja Kraus, denk NEU. Würzburg

Link zum Blogartikel als PDF

Sportverletzung, Autounfall, Sturz, oder Schleudertrauma – alles Situationen, die einen Menschen für einen kurzen oder längeren Zeitraum ausser Gefecht setzen können.

Das medizinische System ist so ausgelegt, dass das beschädigte Körperteil ersetzt bzw. wieder in einen funktionstauglichen Zustand versetzt wird.

Operationen, physiotherapeutische Maßnahmen,  Massagen oder Medikamente stehen hier zumeist im Fokus.

Doch: Sind wir nur unser Körper?

Was passiert bei den zu Beginn aufgezählten Ereignissen? Zumeist sehen wir das Ereignis kurz vor Eintritt auf uns zukommen. Ob das Auto, das ungebremst auf uns zusteuert, der gegnerische Spieler, der uns ein Bein bei der hitzigen Fussballpartie stellt, oder die Glatteisstelle auf der Treppe, die uns darniederliegen lässt.

In den Schreckenssekunden vor dem jeweiligen Aufprall, Zusammenstoß, oder Sturz nehmen wir die Situation wie in Zeitlupe wahr. Wir hören noch das jeweilige Geräusch des Aufpralls, spüren die Beschleunigung des Körpers sowie den schockartigen Impuls und verlieren gelegentlich das Bewusstsein.

Neben der körperlichen Beeinträchtigung ist ebenfalls eine psychische Belastung vorhanden, da sich weder Körper noch Geist so schnell auf das jeweilige Geschehnisse einstellen und gegensteuern konnten.

Manchmal treten unmittelbar nach der Verletzung Symptome, wie Ängste, Wut oder Aggressionen auf. Jedoch können diese auch erst einige Zeit nach dem Erlebnis auftreten, z.B. wenn man die Unfallstelle wieder passiert,  sich nach dem Unfall wieder ins Auto setzt, oder im Sport erneut in eine vergleichbaren Situation kommt, in der die Verletzung erfolgte.

Schlafstörungen, Sprach- und Konzentrationsstörungen, Ängste, innere Unruhe sind nur einige Auswirkungen, die aufgrund der innerlich angestauten Gefühle und Impulse entstehen können.  Diese werden im Stress- und Emotionsgedächtnis unseres Gehirns gespeichert und im Zuge der klassischen physischen Behandlung nicht beachtet.

Möglichkeiten

Bereits Mitte der 1980er Jahre erfand die amerikanische Psychologin Francine Shapiro die EMDR-Methode, die durch gezielte Rechts-Links-Bewegung der Augen posttraumatische Belastungsstörungen minderte oder beheben konnte. Diese Methode wurde Mitte der 1990er Jahre von den beiden Hamburgern Cora Besser-Siegmund und Harry Siegmund zur wingwave (R) Methode weiterentwickelt und im Rahmen Ihrer Praxis in Hamburg jahrelang in Coachings erprobt. Diese bestechend einfache Methode kann in obigen beschriebenen Fällen ergänzend zu einer Physio- und/oder Psychotherapeutischen Behandlung angewendet werden.

Beispielsweise um eine ganzheitliche Aufarbeitung eines Unfalls oder einer Verletzung zu erzielen. Die im Stress- und Emotionsgedächtnis gespeicherten Erlebnisse werden mittels einer Winkbewegung aufgelöst. Da es sich um eine Kurzzeitcoaching-Methode handelt, sind bereits nach wenigen Sitzungen Erfolge möglich.

 

Studie

Im Jahre 2010 und 2011 wurde im Rahmen einer Studie geprüft, ob es möglich ist, Sportler bei Ihrer psychischen Regeneration nach einer medizinisch auskurierten Verletzung zu unterstützen. Die Studie ergab, dass die mit wingwave (R) gecoachte Teilnehmergruppe sofort nach dem Coaching eine signifikante, positive Veränderung aufwies, die auch noch sechs bis acht Wochen nach dem Coaching stabil blieb.

Mehr dazu s. auch Buch: Mit Freude läuft´ s besser, Cora Besser-Siegmund & Marco Ratschlag, 2013, Junfernmann Verlag, S. 71ff.

 

Die Ganzheit im Blick behalten

Häufig legen wir in unserer Gesellschaft den Fokus nur auf die offensichtliche Verletzung, wie beispielsweise dem gerissenen Kreuzband, dem geprellten Steißbein oder dem verspannten Nacken. Die unterbewusste entstehende Blessur, die nicht auf den ersten Blick sichtbar ist, jedoch im späteren Verlauf unseres Lebens einen deutlichen Einfluss auf uns haben kann, vernachlässigen wir hierbei.

Offene und weitsichtige Ärzte und Physiotherapeuten arbeiten aus diesem Grund bereits mit entsprechend ausgebildeten Coaches erfolgreich als Tandem zusammen, um einen ganzheitliche Behandlung für den Klienten zu erreichen.

Der Mensch ist ein System, aus vielen zusammenspielenden sichtbaren und unsichtbaren Elementen. Sollten Sie einmal in eine oben beschriebene Stresssituation kommen, beachten Sie bei den von Ihnen ergriffenen Maßnahmen, die Ganzheit. In Ihrem Interesse.

 

Sie haben ein solches Thema?

Die wingwave (R) Methode konnte ich bislang bereits bei Schmerzpatienten, zur Raucherentwöhnung, Steigerung des Selbstwerts, Bearbeitung von Prüfungsängsten sowie  Höhenangst erfolgreich zum Einsatz bringen.

Doch, wie jede Methode, ist auch diese kein Allheilmittel und hat ihre Grenzen. Ich kombiniere diese in meiner Praxis zudem mit einer systemischen Sichtweise, sowie meinem gesunden Menschenverstand und Menschenkenntnis.

Für einen unverbindlichen Austausch zu Ihrem konkreten Fall, sowie einer ersten Einschätzung zu Ihrem konkreten Fall, kontaktieren Sie mich gerne unter dem Kontaktformular oder per Telefon: 0152/56153988.

 

Kooperation

Sie arbeiten als Arzt, Physiotherapeut oder Masseur mit solchen Patienten und Klienten zusammen und sehen eine sinnvolle Ergänzung Ihrer Behandlungsform für Ihren Kunden?

Dann freue ich mich ebenfalls über Ihrer Kontaktaufnahme mittels des Kontaktformulars oder telefonisch: 0152/56153988.

 

Bildnachweis: www.canva.com

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.